Glück auf vier Pfoten
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Passt der Mini Bull Terrier zu mir?

Vielleicht haben Sie sich diese Frage schon einmal gestellt. Denn bei der Wahl einer bestimmten Hunderasse sind viele Faktoren entscheidend: Die persönliche Vorliebe (langhaarige oder kurzhaarige Hunde), die Wohnsituation (großes Haus mit Garten oder eine Zweizimmerwohnung) und letztendlich die Zeit, die man fürs Gassigehen oder sonstige Aktivitäten rund um den Hund aufbringen möchte.

Lässt man sich nur von der persönlichen Vorliebe für bestimmte optische Merkmale leiten oder folgt man der aktuellen Mode, kann das gehörig in die Hose gehen. Passen die Eigenschaften von Hund und Halter nicht zusammen, dann wird der Traum vom Zusammenleben mit Hund schnell zum Albtraum.

Mein Tipp: Seien Sie ehrlich zu sich selbst und hinterfragen Sie genau, weshalb Sie einen Mini Bulli adoptieren möchten und ob diese Hunderasse für 11- 14 Jahre in Ihren Alltag passt. Denn so alt können die knubbeligen Kerlchen werden.

Sie möchten herausfinden, ob ein Miniature Bull Terrier zu Ihnen passt? Prima. Hier kommen die Antworten auf Ihre Frage:

Der Mini ist nichts für Sie, wenn:

Sie eine sportliche Person sind

Sie lieben Radfahren, Joggen oder laufen und möchten zukünftig diese Sportarten mit dem Partner Hund ausüben? Dann empfehle ich Ihnen dringend, sich umzuorientieren. Ein Mini Bulli hat keinen übermäßig entwickelten Bewegungsdrang. Auf Spaziergängen erlebt man es häufig, dass der Hund bremst und sich einfach weigert, weiter zu gehen. Oder er trödelt rum. Gesetz des Falls, dass man ihn überhaupt aus dem Haus bekommt. Denn sobald es regnet, muss man die Bananennase aus dem Körbchen zerren oder mit einer Leckerchenspur zum Aufstehen animieren. Die negative Einstellung zum Gassigehen ändert sich erst, wenn Sie auf Artgenossen treffen. Dann schwebt der sonst so schwerfällige Bulli wie eine leichtfüßige Elfe neben Ihnen her und tänzelt voller Freude einem stürmischen Hundespiel entgegen.
Warnung: Lassen Sie sich nicht von den wuseligen Kobolden täuschen, die im Spiel wild umher wetzen: So agil der Bulli beim Spiel ist, so faul kann er sein, wenn es um schnöde Gassirunden geht.

Sie ein Hundeanfänger sind

Die Erziehung eines Mini-Bullterrier-Welpen kann einen an den Rand des Wahnsinns bringen. Es liegt im Wesen dieses Terriers, seinen Menschen und dessen Regeln ständig zu hinterfragen. Die Erziehung eines Bullis gleicht einem Tanz - einem zwei Jahre lang andauernden Tanz: Einen Schritt vor, zwei Schritte zurück. Und kaum sind die Kleinen aus dem Gröbsten raus, wirbeln die Hormone wieder alles durcheinander. Ein pubertierender Mini-Bullterrier ist ein ganz besonderer Teufel – frech und zuweilen körperlich werden die Grenzen ausgelotet. Erziehungsfehler in dieser Zeit können sich fürchterlich rächen – nämlich dann, wenn der kleine Kobold unliebsame Unarten entwickelt. Hunde-Neulingen empfehle ich daher, mit einer anderen Rasse zu beginnen. Oder - falls das nicht infrage kommt – sich für eine Miniatur Bullterrier Hündin zu entscheiden. Die Mädels sind etwas sanfter und leichter zu erziehen.

Sie ungeduldig sind

Wenn bei Ihnen immer alles sofort sein muss und Kommandos unverzüglich ausgeführt werden müssen, dann werden Sie keine Freude am Mini haben und der Mini wird keine Freude mit Ihnen haben. Der sogenannte „will-to-please“ ist bei den Mini-Bullterriern sehr gering ausgeprägt. Die meisten leben eher nach dem Lustprinzip. Rückrufe und sonstige Kommandos werden darum unter Umständen erst nach mehrmaligen Aufforderungen ausgeführt – oder gar nicht. Was ein Mini nicht möchte oder als sinnlos erachtet, wird nicht gemacht. Punkt.

Sie viel Wert auf die Meinung anderer legen

Wenn ein Miniature Bull Terrier bei Ihnen einziehen soll, legen Sie sich am besten ein dickes Fell zu. Abwertende Blicke, Leute, die die Straßenseite wechseln, wenn Sie ihnen entgegen kommen und verletzende Sprüche sind leider keine Seltenheit. Es kann sehr traurig machen, wenn der geliebte Vierbeiner ganz offen Hass und Diskriminierung ausgesetzt ist. Und es kann ziemlich lästig werden, mehrmals täglich zu erklären, warum Ihr Hund keinen Maulkorb benötigt.

 

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Der Mini ist was für Sie, wenn:

Sie gerne auf der Couch liegen.

So geht es den Minis nämlich auch. Ein Mini-Bullterrier kommt mit drei Gassirunden im Umfang von je 10 Minuten pro Runde aus. Bei Regen reichen auch 2 Minuten: Kurz schnüffeln. Pullern. Haufenmachen. Zurück ins Haus. Rauf auf die Couch. Das soll übrigens keine Haltungsempfehlung sein, sondern nur verdeutlichen, was Sie sich mit einem Bullterrier-Zwerg ins Haus holen wollen. Gibt man der Trägheit des Miniatur Bullterriers nach und verzichtet darauf, den Hund angemessen zu bewegen, kann man das bitter bereuen: Spätestens dann, wenn 17 kg Bullterrier auf dem Sofa rumhüpfen und in schönster Tornado-Manier im wahrsten Sinne des Wortes „freikreiseln“, dabei Mobiltelefon und Fernbedienung herunterschleudern und mit voller Wucht auf Frauchen oder Herrchen landen.

Sie Körperkontakt und Kuscheln mögen

Der Miniatur Bull Terrier wird laut Rassestandard als „Kräftig gebaut, muskulös, harmonisch und aktiv, mit durchdringendem, entschlossenem und intelligentem Ausdruck“ beschrieben. Was man in den Rassestandards nicht findet, ist der Hinweis darauf, dass Mini Bullterrier ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Körperkontakt und Nähe haben. Bullis sind wahre Kuschelmonster. Dabei sind Rüden noch kuscheliger als Hündinnen. Es ist nicht ungewöhnlich, wenn sich eine kalte Nase während des Spaziergangs anschleicht, sich an Ihre Beine drückt und eine Streicheleinheit einfordert. Der Lieblingsplatz des Minis ist grundsätzlich AUF Herrchen oder Frauchen, oder wenn das nicht erlaubt ist, zumindest so nah am Menschen, wie es geht. Je mehr Körperkontakt, je besser.

Sie liebevoll-konsequent sind

Kommandos, Regeln und/oder Verbote sind für den Mini Bullterrier nichts anderes als gut gemeinte Vorschläge und werden aus diesem Grund gerne ignoriert. Setzt man nicht jedes Kommando konsequent durch, tanzt einem der neue Mitbewohner schnell auf der Nase herum. Man sollte in so einem Fall aber auf keinen Fall mit Härte reagieren. Dann macht der Mini zu und man läuft Gefahr, das Vertrauen des Hundes zu verlieren.  Erziehung

Wichtig: Was für alle Hunde gilt, gilt bei dem Miniatur Bullterrier erst Recht! 

Einmal im Bett heißt immer im Bett. Der Begriff „Bett“ ist in diesem Zusammenhang beliebig durch folgende Begriffe austauschbar oder zu ergänzen: Sofa, Tisch, Lieblingsfernsehsessel, Fensterbank, Trampolin….

Sie Spaß am Spiel und an der Beschäftigung mit Ihrem Hund haben

Der Miniatur Bullterrier ist da, wo die Action ist! Für die Bindung zwischen Hund und Halter und für das Wohlbefinden des Miniatur Bull Terriers ist Spielen sehr wichtig. Zerrspiele und Spiele mit der Reizangel sind toll.

Warnung: Viele Terrier werden schnell zu Balljunkies. Achten Sie auf das Verhalten Ihres Hundes!

Auch wenn der Mini im Vergleich zu anderen Hunderassen nicht so schnell lernt, können Sie dem Miniatur Bullterrier genau das Gleiche beibringen, wie anderen Hunderassen auch. Wichtig ist nur, dass der Hund bei den Lerneinheiten motiviert dabei ist, denn ohne Lust am Training wird die Einheit nicht erfolgreich sein. Ein probates Mittel, die benötigte Motivation herzustellen: kleingeschnippelte Wienerchen. Sie werden staunen, mit wie viel Elan der Mini lernt und bereits Gelerntes abruft. Außerdem baden Vertreter dieser Hunderasse nahezu in Lob! Loben Sie also viel, dann bekommen Sie auch viel zurück!

 

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