Glück auf vier Pfoten
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Ist der Miniatur Bullterrier ein Kampfhund?

Nein, der Miniatur Bullterrier zählt nicht zu den sogenannten Kampfhunden (Listenhunden) und findet sich (noch) nicht auf einer der willkürlich zusammengestellten Auflistung von Hunderassen. Dennoch werden Sie als Halter eines Miniatur Bullterriers immer wieder mit dem Thema „Kampfhund“ konfrontiert werden.

Zum einen, weil die wenigsten Ihrer Mitmenschen den Unterschied zwischen einem Standard Bullterrier (Listenhund) und einem Mini Bullterrier erkennen können. Zum anderen, weil häufig Miniature Bull Terrier geworfen (geboren) werden, die die per Rassedefinition festgelegte Größe von 35,5 cm überschreiten. Und können Sie als Halter keine Papiere vorlegen, die nachweisen, dass es sich bei Ihrem Exemplar um einen „Mini“ und nicht um einen Standard handelt, kann die Behörde festlegen, dass Sie einen Standard Bullterrier halten. So einfach ist das. Natürlich ist das Behördenwillkür, aber die Beamten sitzen in dieser Hinsicht auf jeden Fall am längeren Hebel. In dem schönen Bundesland Nordrhein Westfalen schützten Sie nicht einmal VDH Papiere, wenn Ihr Liebling größer als geplant wird, ohne großes Federlesen wird Ihr Mini zum Standard erklärt. Ungerecht? Auf jeden Fall.

Aber wie kann man den Charakter dieser Eierbirne am besten beschreiben? Liebevoller Clown oder schwererziehbarer Rüpel? Was ist dran am Mythos aggressiver "Kampfhund" und ist der Minatur Bullterrier ein familientauglicher Begleiter? Ich habe für Sie ein paar Fakten zusammengetragen und lasse Sie gerne an meinen persönlichen Erfahrungen teilhaben. Ich lade Sie ein, den Mini Bulli näher kennen zu lernen und heraus zu finden, ob der Minatur Bullterrier der richtige Hund für Sie ist!

Wesen und Charakter

Der FCI-Rassestandard beschreibt den Mini so:
„Mutig, lebhaft, mit einem verspielten Wesen. Ausgeglichenes Wesen und diszipliniert. Obgleich sehr eigensinnig, ist er im besonderen sehr gut gegenüber Menschen.“
(Quelle: Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) e. V)

Tatsächlich ist der Mini ein fröhlicher Hund, der immer zum Spielen aufgelegt ist. Trotz seiner körperlichen Kraft ist sein Bewegungsdrang eher niedrig ausgeprägt: Die wenigsten Miniatur Bullterrier gehen gerne ausgiebig spazieren.
Der Mini Bulli hat viele positive und liebenswürdigen Eigenschaften, dennoch ist er kein Hund für Anfänger! Die Erziehung – insbesondere bei Rüden - ist sehr anspruchsvoll und kann selbst einen souveränen Hundehalter an die Grenzen bringen.

In Hundeschulen hört man oft, dass sich Miniatur Bullterrier nicht zum Hundesport eignen. Das ist nicht richtig! Minis lernen anders, als andere Hunderassen und brauchen gegebenenfalls etwas mehr Zeit, um Gelerntes sicher umzusetzen. Unterschätzen Sie den kleinen Terrier nicht. Minis sind intelligent - wägen aber genau ab, ob es sich lohnt, den Befehl umzusetzen.

Der Mini Bulli ist ein aufmerksamer und wachsamer Hund, der von sich aus meldet, wenn sich jemand der Wohnung oder dem Haus nähert. Auch wenn er nicht zum Kläffen neigt, sollte man von vorneherein erzieherisch darauf einwirken, dass er nicht am Gartenzaun patrouilliert oder jedes fremde Geräusch mit seinem Gebell quittiert.

Der Miniatur Bullterrier ist bestimmt kein Hund, der die Massen begeistert. Im Gegenteil. Als Halter eines Bullterrier-Zwergs wird Ihnen dann und wann offene Ablehnung entgegenschlagen. Das liegt vor allem an dem Erscheinungsbild, das auf viele Menschen bedrohlich wirkt: Ein kräftiger, überaus muskulöser Körperbau kombiniert mit einem großen, eierförmigen Schädel und kleinen Augen. Eine Optik, die viele Menschen direkt mit "Kampfhunden" assoziieren. Aber dort, wo Menschen bei Ihrem Anblick die Straßenseite wechseln, werden Sie es auch erleben, dass sich andere vor Verzückung kaum halten können.

Wenn Sie sich fragen, ob der Miniatur Bullterrier der passende Hund für Sie ist, lesen Sie hier weiter!

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